Wieder so ein Samstagabend: Ich falle aus dem Haus, gehe ein paar Schritte ums Eck und habe dann zweieinhalb Stunden Spass (soll so) – kein Stau, keine quälenden Diskussionen mit dem Navi, keine Parkplatzsuche.

Dieses Mal hatte ich so was von Spass mit den zwei Weibsbildern aus der Eifel bei ihrem Besuch auf einer Schönheitsfarm. Zwei herrlich mutige Frauen, die sich für nix zu schad sind und dabei souverän für einen guten Witz auch mal das ein oder andere Grenzlein überschreiten. Recht so!

Kein Thema verlässt unangesprochen die Bühne. Da gibt es die Christel, von der Freundin liebevoll Pralinenfriedhof oder Büfett-Fräse genannt, die sich die Wellness-Orangenmarmelade auf die dicken Oberschenkel in die tiefen Dellen schmiert. Oder die kleine, hohlraumversiegelte Zündy, die sich von Angelina Jolie und Brad Pitt adoptieren lassen will, was freilich nur mit einem Doppelnamen (Jakkeline Jennifer) möglich ist. Gleichzeitig will sie aber – so wie Beckhams Sohn Seven – Pi heißen. Da liegt der Name PiPi ja förmlich auf der Hand!

Und dann gibt’s da noch die Oma mit der hintergründigen Erotik und der Discokugel auf dem Kopf, deren Hochzeitsgeschenke-Tisch in der Apotheke steht. Und wenn die dann das Lied „Lass den Zivi in mein Bett“ singt, ist die Bude zu klein.

Was sag ich, das Gebrauchtwarenkaufhaus war (fast) zu klein. Denn das muss ich jetzt auch mal sagen: Wir Auerberger, wir haben ja so was von einen Kulturraum auf der Kölnstraße, den wir auch annehmen! Gut, es wird uns auch leicht gemacht. Weil, zu viel Kultur ist auf  die Dauer ja doch recht anstrengend. Und deshalb kann ich vor der Veranstaltung und in der Pause shoppen. Und in der Pause das sogar mit einem Gläschen Rotwein in der Hand. Na, wenn das nicht nah an der Kundin ist!

(c) Adelheid Bennemann

Für den Kulturraum schreibt …

Adelheid Bennemann. Adelheid Bennemann. Sie ist 1959 geboren und ab dann mit jedem Jahr bis zum heutigen Tag in Bonn konsequent älter geworden. Im Kleinkindalter erste Wörter gebrabbelt und Spaß daran gefunden. Daraufhin konsequent weitergesprochen. Im Alter von sechs Jahren zusätzlich die Fähigkeit des Lesens und Schreibens angeeignet.

Um sich der Sprache, insbesondere der Überredungskunst, so intensiv wie möglich widmen zu können, konsequenterweise geheiratet.
Wegen der stetig anwachsenden Liebe zum Wort zusätzlich Töchter in die Welt gesetzt.

Da auch das nicht genügt, den Sprachdurst zu stillen, bis heute Berufstätigkeit im Schuldienst. Da aber Schülerohren irgendwann Ermüdungserscheinungen zeigen, verlegt sie sich seit Jahren auf das geschriebene Wort, das in diversen Buchpublikationen und im Internet veröffentlicht wird.

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